Glückszahl Sieben

Die Zahl Sieben wird von allzu abergläubischen Menschen gefürchtet, wie die von der linken Seite unseren Weg kreuzende schwarze Katze. Andere wiederum behaupten absolut überzeugt, dass die Sieben eine Glückszahl ist und die Dreizahn Unheil bedeutet. Dann gibt es natürlich noch die pragmatische Mehrheit, welche um den Unsinn des Aberglaubens bestens Bescheid weiß und demzufolge höchstens an die Kraft der Einbildung glauben. Geschäftsleute, die zudem in der Medienbranche arbeiten, sind dahingegen noch eine Spezies für sich. Denn diese lieben den Mystizismus und verkehren ihn in einen Vorteil für sich.

Eine unbewusste Absolution

Das erfolgreiche Format "Deutschland sucht den Superstar" ist im Zuge dessen doch ein wunderbares Beispiel dafür, auch wenn sich die ausgebufften Marketingstrategen und Produzenten nicht direkt die Zahl Sieben vorgeknöpft haben: Die Staffel Sieben, welche im Januar 2010 startete, ist bis jetzt die quotenstärkste seit geschlagenen acht Jahren Talentshow-Geschichte. Ist es eine Anhäufung glücklicher Umstände oder doch der Beweis, dass die besagte zwiespältige Zahl zumindest kein Pech bringt?

Im Angesicht der Fakten

Am höchsten innerhalb dieser Staffel waren die Einschaltquoten bei dem Finale und den Castings. Denn im Speziellen bei den Castings werden nicht nur die Talente, die es letztendlich in die Mottoshows schaffen, gezeigt, sondern vor allem diverse andere schräge Charaktere, die um einiges belustigender sind als unsere "Schönsinger". Insgesamt jedoch brachte es DSDS in dem Jahr auf durchschnittlich über 6,5 Millionen Zuschauer und erzielte damit einen ungefähren Marktanteil von 19,9 %. Doch was sagt es nun über unsere Sieben aus? Tja, für die einen ist sie gerade aufgrund des DSDS-Beispiels weiterhin eine beängstigende Zahl, während die anderen wohl vor Erleichterung weinen - im Kanon mit den Kandidaten versteht sich.